Geförderte Kosten

8.1. Welche Lohnnebenkosten sind förderungsfähig?

Der Lohnnebenkostenbegriff umfasst folgende Dienstgeberbeiträge:

  • Krankenversicherungsbeitrag
  • Unfallversicherungsbeitrag
  • Pensionsversicherungsbeitrag
  • Arbeitslosenversicherungsbeitrag
  • IESG-Zuschlag (Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetz)
  • Wohnbauförderungsbeitrag
  • Mitarbeitervorsorge (BMSVG)
  • Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds
  • Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (Kammerumlage der Wirtschaftskammer)
  • Kommunalsteuer

8.2.  Welche Lohnnebenkosten sind nicht förderungsfähig?

Nicht förderungsfähig sind Lohnnebenkosten, die durch den o.a. Lohnnebenkostenbegriff nicht gedeckt sind oder über die ASVG-Höchstbeitragsgrundlage hinausgehen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um den Nachtschwerarbeitsbeitrag oder die U-Bahn-Steuer. Verzugszinsen, Säumniszuschläge, Verwaltungsstrafen, Beitragszuschläge und Ordnungsbeiträge können ebenfalls nicht gefördert werden. Urlaubsersatzleistungen sind ebenfalls nicht förderungsfähig, da das arbeitsrechtliche Ende der Beschäftigung für die Förderung maßgeblich ist.

Ebenso können zukünftige Schwankungen in den Bruttolöhnen nicht berücksichtigt werden. Diese Änderungen wurden bereits vorweggenommen in dem die im Rahmen der Antragstellung angeführten Jahresbruttolöhne/-gehälter mit zwei Prozent p.a. valorisiert und als Bemessungsgrundlage fixiert wurden.

8.3. Für welchen Zeitraum sind die Dienstgeberbeiträge anzugeben?

Dienstgeberbeiträge sind für den jeweiligen Förderungszeitraum anzugeben. Dieser Zeitraum wird im aws Fördermanager bei den Angaben zu den Arbeitsverhältnissen angezeigt. Bitte beachten Sie, dass die Höhe der Förderung mit der ursprünglich beantragten Summe gedeckelt ist. Bezahlte Dienstgeberbeiträge betragen üblicherweise 30,35 % des Bruttoentgelts.

8.4. Sind die förderungsfähigen Kosten durch eine Obergrenze begrenzt?

Ja. Die Bemessungsgrundlage (Jahresbeitragsgrundlage) ist mit der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt. Diese beläuft sich im Kalenderjahr 2018 auf EUR 71.820,- p.a.

8.5. Was bedeutet die maximale Zuschusshöhe genau?

Das sind 50 % der Lohnnebenkosten (auf drei Jahre) gerechnet für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die Bestandteile des Förderungsvertrages sind. Die Zuschusshöhe hängt von der Anzahl der zusätzlichen Arbeitsverhältnisse und der Höhe des Jahresbruttoentgelts ab.

8.6. Kann es zu einer Aliquotierung des Zuschusses kommen?

Ja, falls zum Abrechnungszeitpunkt ein Zuwachs nachgewiesen werden kann, dieser jedoch unter der Anzahl der abgerechneten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer liegt. In diesem Fall gelangt der Zuschuss anteilig zur Auszahlung.

8.7. Kann der Zuschuss für Arbeitsverhältnisse ausbezahlt werden, die zum Abrechnungszeitpunkt noch keine vier Monate bestehen?

Nein, da zum Abrechnungszeitpunkt die Förderungsvoraussetzungen (Mindestbeschäftigungsdauer von vier Monaten) noch nicht erfüllt sind. In diesem Fall gelangt der komplette Zuschuss für dieses Arbeitsverhältnis im Folgejahr zur Auszahlung.