FAQ im Zusammenhang mit COVID-19

  1. Förderungsfähige Arbeitnehmer*innen wurden im Rahmen der Maßnahmen gegen das Coronavirus für die COVID-19 Kurzarbeit gemeldet. Welche Auswirkungen hat die Kurzarbeitsbeihilfe für den laufenden Fördervertrag im Beschäftigungsbonus? 
    Die Berücksichtigung von förderungsfähigen Arbeitnehmer*innen im COVID-19 Kurzarbeitsmodell haben keine negativen Auswirkungen auf den laufenden Förderungsvertrag im Beschäftigungsbonus. Allerdings müssen die Förderungswerber*innen bei der Abrechnungslegung bekannt geben, ob Sie die Kurzarbeit im Zuge der Corona-Krise in Anspruch genommen haben. Für den Beschäftigungsbonus werden nur nachweislich vom Unternehmen bezahlte Lohnnebenkosten abgerechnet, die nicht bereits von der Kurzarbeitsbeihilfe bezuschusst werden.
     
  2. Zählen Arbeitnehmer*innen, welche für die COVID-19 Kurzarbeit angemeldet wurden und sich zum Abrechnungsstichtag weiterhin in Kurzarbeit befinden zum Beschäftigtenstand?
    Ja. Durch die Anmeldung von vollversicherungspflichtigen Arbeitnehmer*innen für die COVID-19 Kurzarbeit kommt es zu keiner arbeitsrechtlichen Änderung der Beschäftigung, wodurch die laufenden Arbeitsverhältnisse zum Abrechnungsstichtag zum Beschäftigtenstand gezählt werden. Die Beschäftigtenstände werden unverändert (siehe auch: allgemeine Informationen zu den Beschäftigtenständen) seitens der aws erhoben. 
     
  3. Müssen bereits erhaltene Förderungen bei Umstellung auf Kurzarbeit zurückbezahlt werden?
    Nein. Jeder Abrechnungszeitraum ist für sich eigenständig zu betrachten. Ein abgeschlossener Abrechnungszeitraum wird durch die gegenwärtige Krisensituation und der gesetzten Maßnahmen nicht beeinflusst.
     
  4. Sind die Dienstgeberbeiträge für die Zeit der Kurzarbeit bezuschussbar?
    Ja, abzüglich der anteiligen Beträge, welche durch die COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe vom AMS getragen werden.
     

  5. Welche Kosten können bei Inanspruchnahme der Kurzarbeit nicht gefördert werden?
    Nicht förderungsfähig sind Lohnnebenkosten, die durch den Lohnnebenkostenbegriff (lt. Punkt 6.3 der Sonderrichtlinie Beschäftigungsbonus) nicht gedeckt sind oder über die ASVG-Höchstbeitragsgrundlage hinausgehen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um den Nachtschwerarbeitsbeitrag oder die U-Bahn-Steuer. Verzugszinsen, Säumniszuschläge, Verwaltungsstrafen, Beitragszuschläge und Ordnungsbeiträge können ebenfalls nicht gefördert werden.

    Ebenso können die anteiligen (lohnabhängigen) Abgaben, die bereits durch die COVID-19 Kurzarbeitsbeihilfe gedeckt sind, nicht berücksichtigt werden.
  6. Kann die Förderung bei einer positiv abgeschlossenen Abrechnungsüberprüfung trotz Bestehen von vollstreckbaren Abgabenrückständen bei der Österreichischen Gesundheitskasse und/oder beim zuständigen Betriebsfinanzamt zur Auszahlung gebracht werden?
    Unter bestimmten Voraussetzungen (bewilligte Stundung oder Ratenvereinbarung) haben Abgabenschulden bei der Österreichischen Gesundheitskasse und/oder beim zuständigen Betriebsfinanzamt, unabhängig ob die Abgabenschuld vor oder im Zuge der Krise entstanden ist, keinen negativen Einfluss auf die Auszahlung der seitens der aws geprüften Abrechnung. Allerdings erlischt der Anspruch auf vertraglich zugesicherte und noch nicht ausbezahlte Förderungsmittel (nach vorheriger schriftlicher Ankündigung durch die aws) endgültig, sofern die Abgabenschulden nicht binnen 60 Tagen beglichen werden oder keine schriftliche Bewilligung auf Zahlungserleichterung in Form von Stundungen oder Ratenvereinbarung von der jeweiligen Institution vorgelegt wird.
     
  7. Können förderungsfähige Arbeitnehmer*innen bei einer einvernehmlichen Auflösung des Dienstvertrages mit einer Wiedereinstellungszusage, weiterhin im Beschäftigungsbonus gefördert werden?
    Ja. Bei geplantem Austritt eines förderungsfähigen Arbeitnehmers kann online im Fördermanager die jeweilige Person als “Saisonal Beschäftigte” angemeldet werden. Diese Person wird für den laufenden Abrechnungszeitraum weiterhin berücksichtigt. Die Lohnnebenkosten können jedoch nur für jene Zeiträume bezuschusst werden, in der die Arbeitnehmer*innen aktiv beschäftigt waren und jeweils die Mindestbeschäftigungsdauer von zumindest 4 Monaten erreichen.

    Weitere Informationen zu Saisonarbeitskräfte